Kategorie: Interviews

Sonntagsgespräch m. Affenkönig (SVW)

Sonntagsgespräch mit Affenkönig (SV Werder Bremen)

Die FM-Bundesliga wartet in den kommenden Wochen und Monaten mit der neuen Interviewreihe "Sonntagsgespräche" auf. Neben interessanten Gesprächspartnern aus der deutschschprachigen FM-Community wollen wir vorallem mit den Trainern der 1. Bundesliga "Hinter die Kulissen" schauen. Wie zufrieden ist man mit der Entwicklung des Clubs und den gesteckten Saisonzielen? Wer sind die "Schleifer" unter uns, für wen zählen nur Ergebnisse fern ab taktischer Ansätze und wer sind die Dirigenten des taktischen Orchesters? Wir freuens uns auf spannende Unterhaltungen.

Heute ist der Übungsleiter von der Weser bei uns. Werder Bremen ist bekanntlich seit geraumer Zeit wie eine Wundertüte. Man weiß nie genau was wirklich drin ist. Zudem klaffen Anspruch und Wirklichkeit an der Weser in den letzten Jahren immer wieder auseinander. FM-Bundesliga hat ihn zum Saisonstart, den Zielen u.a. befragt.

FM-Bundesliga: Affenkönig (SV Werder Bremen), herzlich Willkommen. Nach 4 Spieltagen stehen Sie mit 2 Siegen und 2 Unentschieden auf Platz 6. Wie bewerten Sie den Saisonstart?

Ich bin durchaus zufrieden mit dem Saisonstart, da die Erwartungen übertroffen wurden. An diese Leistungen gilt es nun anzuknüpfen und somit so früh wie möglich das erklärte Minimalziel, nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben, zu erreichen. Danach schauen wir weiter was noch so zu erreichen ist. Die letzte Partie gegen Freiburg war für mich trotzdem besorgniserregend, da wir den Spielwitz der ersten Partien vermissen lassen haben und nur durch Standardsituationen schlimmeres abwenden konnten. Das wurde allerdings im Training bereits adressiert und wir sind sicher, dass sich eine so blutleere Vorstellung nicht so schnell wiederholen wird.

Was steckt hinter Ihrem taktischen Ansatz, ein System ohne wirkliche Spitze sieht man nicht alle Tage!?

Ich bin der Meinung, dass sich eine funktionierende Taktik an den Stärken der Spieler orientieren sollte. Ich habe den Vorteil über sehr schnelle Spieler zu verfügen, die meiner Meinung nach am besten aus der Tiefe agieren können. Ein nomineller Stürmer passt in dieses System nicht unbedingt rein, da er zu statisch und zu hoch agiert. Niklas erfüllt im Grunde genommen schon die Rolle eines klassischen Stürmers, nur eben aus einer tieferen Grundposition wodurch er seinen Mitspielern mehr Raum für schnelle Vorstöße bietet. Ich denke die vergangen Spiele haben gezeigt, dass man auch ohne richtige Spitze eine gewisse Torgefahr ausstrahlen kann.

Niklas Füllkrug ist nach seiner schweren Verletzung gesetzt, bisher hat er 6 Tore geschossen. Was erwarten Sie im weiteren Verlauf der Saison von ihm?

Niklas ist einfach phänomenal. Wir haben damit gerechnet, dass er eventuell eine Weile braucht, um wieder Fuß zu fassen, aber er hat direkt mit einem Erdbeben begonnen und wir erwarten, dass er sich nun langsam aber sicher steigert.

Als nächstes spielen Sie gegen die TSG Hoffenheim, die bisher noch kein Spiel gewinnen konnten und im letzten Spiel klar gegen Dortmund unterlegen waren. Geht es in dem Spiel nur noch um die Höhe des Heimsieges?

Mitnichten. Die TSG hat einen talentierten Kader mit einem guten Trainer. Ich bin mir sicher, dass die Probleme der letzten Spiele analysiert und behoben wurden und die gesamte Mannschaft nur darauf aus ist die Negativspirale zu durchbrechen. Wir werden also abermals hochkonzentriert auftreten müssen. Eine unmotiviert Leistung wie zuletzt in Freiburg kann hier schnell nach hinten losgehen und muss um jeden Preis verhindert werden.

Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview und weiterhin viel Erfolg!